top of page

Möbelkatalog für die Objekteinrichtung: Vom Katalogcode zum freigegebenen Projektartikel

Autorenbild: Sagist Group Luxury
Sagist Group Luxury
vor 1 Stunde
4 Min. Lesezeit

Ein Möbelkatalog für die Objekteinrichtung ist am wertvollsten als Bibliothek erprobter Ausgangsmodelle. Planer wählen einen Code wegen Form und Konstruktion, passen Maße, Materialien und Bezüge an das Projekt an und halten jede Änderung in einem Datenblatt fest, bevor bestellt wird. So bleibt nachvollziehbar, was aus dem Katalog stammt und was projektspezifisch ist.

Dieser Beitrag zeigt eine Methode in fünf Schritten, erklärt den Umgang mit Katalogmodellen in deutschen, österreichischen und Schweizer Ausschreibungen und nennt die häufigsten Fehler. Er gilt für Hotelzimmer ebenso wie für Restaurants, Büros und Privathäuser.


Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Katalogcode steht für eine gelöste Konstruktion, nicht für ein fertiges Projektprodukt.

  • Jede Änderung wird mit einem Projektsuffix und einem eigenen Datenblatt dokumentiert.

  • In Ausschreibungen sind Leistungsmerkmale wichtiger als bloße Artikelnummern.

  • Muster und Prototypen verbinden Katalogbild und Projektwirklichkeit.

  • Katalog- und Sonderanfertigungen lassen sich in einem Projekt kombinieren.


Was ein Katalogcode tatsächlich bedeutet

Hinter jedem Code im Katalog eines Herstellers steht ein Entwurf, dessen Gestell, Verbindungen, Proportionen und Sitzkomfort bereits erprobt sind. Das ist wertvoll: Die Entwicklungsarbeit ist erledigt, das Risiko eines unausgereiften Möbels sinkt. Für ein konkretes Projekt passen Standardmaße, Stoffe oder Oberflächen aber selten exakt. Ein Hotelzimmer in einem Wiener Altbau hat andere Nischen als ein Neubau in Dubai.

Der Code liefert also die Grundkonstruktion, die Projektspezifikation hält fest, wie sie angepasst wird.


Fünf Schritte vom Katalog zur Bestellung

Diese Reihenfolge hält Katalogreferenz und freigegebenes Produkt sauber auseinander:

  • Auswahl: Modelle nach Form, Funktion und Konstruktion aus dem Katalog wählen.

  • Anpassung: Maße, Materialien, Bezüge, Beschläge und Anforderungen wie Brandschutz festlegen.

  • Datenblatt: Für jeden angepassten Artikel ein Projektdatenblatt mit Zeichnung anfordern.

  • Bemusterung: Oberflächen und Stoffe als physische Muster freigeben, bei Sitzmöbeln einen Prototyp prüfen.

  • Freigabe: Datenblatt, Muster und Menge schriftlich bestätigen, erst dann bestellen.

Angepasste Artikel eindeutig benennen

Bewährt hat sich der ursprüngliche Katalogcode mit einem Projektkürzel und einer laufenden Variante. So erkennt jeder Beteiligte sofort, dass es sich um eine Ableitung handelt, und Nachbestellungen Jahre später greifen auf die richtige Version zurück.

Klassische Wohnzimmermöbel von Sagist Group

Was in ein Datenblatt gehört

Ein gutes Projektdatenblatt beantwortet alle Fragen, die Einkauf, Planer und Montage stellen. Dazu gehören Außenmaße und Sitzhöhen, Konstruktion und Materialien des Gestells, Furnier oder Lack mit Farbangabe, Bezugsstoff mit Scheuertouren, Polsteraufbau, Beschläge, Brandschutzanforderung nach Projektvorgabe, Gewicht, Verpackungsmaß und Pflegehinweise.

Fehlt eine Angabe, wird sie im Zweifel unterschiedlich interpretiert, im schlimmsten Fall erst bei der Lieferung bemerkt.


Katalogmodelle in Ausschreibungen

In öffentlichen und vielen privaten Ausschreibungen im deutschsprachigen Raum ist es üblich, Leitprodukte mit dem Zusatz „oder gleichwertig“ zu nennen. Damit Angebote wirklich vergleichbar sind, sollte das Leistungsverzeichnis neben dem Katalogcode die entscheidenden Leistungsmerkmale enthalten: Maße, Materialqualität, Belastbarkeit, Oberflächen, Bezugswerte und Nachweise.

Ein Bieter, der ein gleichwertiges Produkt anbietet, muss diese Merkmale dann nachweisen. Hilfreich ist es außerdem, ein Muster als Teil der Angebotsbewertung zu verlangen.


Häufige Fehler bei der Arbeit mit Katalogen

Die meisten Reklamationen in Katalogprojekten gehen nicht auf die Fertigung zurück, sondern auf unklare Unterlagen. Diese Fehler begegnen uns in Hotel-, Restaurant- und Büroprojekten am häufigsten:

  • Katalogfoto mit Projektprodukt verwechseln, obwohl Bezug und Oberfläche abweichen.

  • Wohnmöbel ohne Prüfung im Objektbereich einsetzen.

  • Änderungen nur per E-Mail absprechen statt im Datenblatt festzuhalten.

  • Mengen ohne Reserve für Ersatz und spätere Ergänzungen bestellen.

  • Ältere Katalogausgaben verwenden, deren Codes nicht mehr gelten.


Die Kataloge von Sagist Group

Sagist Group stellt sechs Kataloge als PDF bereit: Hotel, Home & Villa, Restaurant, Office, Classic sowie das Unternehmensprofil. Sie zeigen Modelle, die sich in den eigenen Werken in Istanbul anpassen lassen, von Abmessungen bis zu Furnieren und Bezügen. Wer ein Hotelprojekt plant, findet zusätzliche Informationen zur Hotelausstattung; für geschnitzte und vergoldete Stücke lohnt ein Blick auf die klassischen Möbel.

Weil Kataloge nur einen Ausschnitt zeigen, entstehen viele Projektartikel aus der Kombination eines Katalogmodells mit Sonderanfertigungen, etwa einem Bett aus dem Katalog mit einem maßgefertigten Kopfteil über die ganze Wand.


Häufig gestellte Fragen

Kann man die Maße eines Möbels aus dem Katalog ändern?

In der Regel ja, wenn der Hersteller selbst fertigt. Breite, Tiefe, Höhe, Materialien und Bezüge lassen sich meist anpassen, solange Konstruktion und Proportionen stimmig bleiben. Jede Änderung sollte in einem Projektdatenblatt mit Zeichnung festgehalten und vor der Bestellung freigegeben werden.

Was ist ein Möbeldatenblatt?

Ein Datenblatt beschreibt einen Artikel vollständig: Maße, Konstruktion, Materialien, Oberflächen, Bezugsstoff, Polsteraufbau, Beschläge, Brandschutzanforderungen, Gewicht und Pflege. Es ist die verbindliche Grundlage für Angebot, Fertigung und Abnahme und erleichtert spätere Nachbestellungen.

Wie schreibt man Katalogmöbel in einer Ausschreibung aus?

Nennen Sie den Katalogcode als Leitprodukt mit dem Zusatz „oder gleichwertig“ und beschreiben Sie zusätzlich die entscheidenden Leistungsmerkmale wie Maße, Materialien, Belastbarkeit und Nachweise. So bleiben Angebote vergleichbar. Ein Muster als Teil der Bewertung schafft zusätzliche Sicherheit.

Sind Wohnmöbel aus dem Katalog für Hotels geeignet?

Nicht automatisch. Hotelmöbel müssen höhere Belastung, häufige Reinigung und oft Brandschutzanforderungen erfüllen. Viele Wohnmodelle lassen sich jedoch für den Objektbereich anpassen, etwa mit verstärkten Verbindungen, objekttauglichen Bezügen und widerstandsfähigeren Oberflächen.

Kann man Katalogmöbel und Sonderanfertigungen kombinieren?

Ja, das ist in Projekten üblich. Katalogmodelle sorgen für erprobte Konstruktion bei wiederkehrenden Artikeln, Sonderanfertigungen lösen raumspezifische Aufgaben wie Wandpaneele oder Einbauten. Wichtig ist eine einheitliche Material- und Farbwelt über beide Gruppen hinweg.

Wie bekomme ich die Kataloge von Sagist Group?

Die Kataloge für Hotel, Home & Villa, Restaurant, Office und Classic sowie das Unternehmensprofil stehen auf der Katalogseite als PDF zur Verfügung. Für Projektanfragen mit Datenblättern und Mustern hilft das Team über die Kontaktseite weiter.


Vom Katalogcode zur Projektspezifikation

Laden Sie die aktuellen Kataloge auf unserer Seite Kataloge und Unternehmensprofil herunter und markieren Sie die Modelle, die für Ihr Projekt infrage kommen. Schicken Sie uns Ihre Auswahl mit Mengen und Zeitrahmen über die Kontaktseite oder per WhatsApp. Sagist Group erstellt daraus Projektdatenblätter und Muster. Alle PDF-Kataloge finden Sie unter Möbelkataloge herunterladen.


Kommentare

Mit 0 von 5 Sternen bewertet.
Noch keine Ratings

Rating hinzufügen
bottom of page